Veterinäranforderungen

Veterinärrechtliche Anforderungen für die Durchführung der Grünen Tage Thüringen / Landestierschau vom 21. bis 23. September 2018 Messe Erfurt GmbH

Auf Grund des Tiergesundheitsgesetzes (TierGesG) vom 22. Mai 2013 (BGBl. I S. 1324), zuletzt geändert durch Artikel 6 des Gesetzes vom 17. Juli2017 (BGBl. I S. 2615), der Viehverkehrsverordnung (ViehVerkV) in der Fassung der Bekanntmachung vom 3. März 2010 (BGBl. I S. 203), zuletzt geändertdurch Artikel 6 der Verordnung vom 3. Mai 2016 (BGBl. I S. 1057), des Tierschutz-gesetzes vom 18. Mai 2006 (BGBl. I S. 1206, 1313), zuletzt geändertdurch Artikel 141 des Gesetzes vom 29. März 2017 (BGBl. I S. 626) und der dazu erlassenen Rechtsvorschriften werden nachstehende Anforderungen an die auszustellenden Tiere (Pferde, Rinder, Schweine, Schafe, Ziegen, Alpakas, Geflügel, Tauben, Kaninchen und Bienenvölker), ihren An- und Abtransport sowie an die Durchführung der Veranstaltung gestellt:

1.    Jeder Aussteller, Verkäufer oder Begleiter von Pferden aus anderen Bundes-ländern, Rindern, Schweinen, Schafen, Ziegen, Alpakas und Bienenvölkern hat ein amtstierärztliches Gesundheitszeugnis des für den Herkunftsort zuständigen Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamtes vor dem Auftrieb für die auszustellenden Tiere vorzulegen. Das Gesundheitszeugnis darf nicht älter als fünf Tage sein. Für alle teilnehmenden Pferde sind Identität und Herkunft gemäß Anlage 8 beim Veranstalter nachzuweisen.

2.    Bei Pferden ist der wirksame Impfschutz (entsprechend den Anweisungen des Impfstoffherstellers) gegen Equine Influenza nachzuweisen. Eine Impfung gegen Equines Herpesvirus wird empfohlen.

3.    Bei Kaninchen ist der aktuelle Impfschutz gegen RHD durch Vorlage des Impfausweises zu dokumentieren. Die Impfung gegen Myxomatose wird empfohlen.

4.    Hühner und Truthühner müssen gegen die Newcastle–Krankheit geimpft sein. Der wirksame Impfschutz ist durch Vorlage einer Impfbescheinigung zu belegen. Tauben sollten einen ausreichenden Impfschutz gegen die Paramyxovirus-Infektion besitzen. Für Wirtschaftsgeflügel ist eine tierärztliche klinische Untersuchung innerhalb 5 Tage vor der Einlieferung erforderlich. Wassergeflügel darf nur eingeliefert werden, wenn es längstens 7 Tage vor der Veranstaltung virologisch mit negativem Ergebnis auf hochpathogenes aviäres Influenzavirus untersucht worden ist oder im Herkunftsbestand nachweislich gemeinsam mit Hühnergeflügel gehalten wird.

5.    Die für den An- und Abtransport benutzten Fahrzeuge sowie Verladerampen sind vor der jeweiligen Verladung zu reinigen und anschließend wirksam zu desinfizieren. Es ist eine Desinfektionsbescheinigung mitzuführen (§§17 und 22 ViehVerkV).

6.    Die zum Auftrieb gelangenden Tiere sind so zu kennzeichnen, dass entspre-chend den gesetzlichen Vorgaben die Identität eines jeden Tieres ohne Zwei-fel festzustellen ist (§7 i. V. m. 27, 34, 39 und 44 ViehVerkV sowie VO (EG) 21/2004 und VO(EG) 504/2008).

7.    Die Einstallung in Gaststallungen oder in sonstigen Räumlichkeiten, in denen auch Tiere, die nicht zur Ausstellung gehören, untergebracht sind, ist verboten.

8.    Werden vom Veranstalter Tierunterkünfte bereitgestellt, sind diese vor und nach der Belegung zu reinigen und zu desinfizieren (§ 18 ViehVerkV).

9.    Reit- und Fahrbetriebe sind zur Tierschau nur zugelassen, wenn sie die vorgeschriebene Erlaubnis nach § 11 Abs. 1 Pkt. 3c des Tierschutzgesetzes des für ihren Wohnsitz zuständigen Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamtes besitzen.

10.    Die amtstierärztlichen Gesundheitszeugnisse haben dem Muster der Anlage 1 bis 6, die tierärztliche Gesundheitsbescheinigung für Geflügel der Anlage 7 zu entsprechen.

11.     Eine Repellentbehandlung aller für Blauzungenkrankheit empfänglichen Wiederkäuer wird empfohlen.

12.    Sofern nach Abtrieb eine Quarantäne vorgeschriebenen ist, hat der für den Herkunftsbestand zuständige Amtstierarzt die tierseuchenrechtliche Überwa-chung durchzuführen und über die Aufhebung der Quarantäne zu entschei-den. Bei Rindern wird nach der Ausstellung eine Quarantäne mit erneuter Blutuntersuchung ab dem 21. Tag der Quarantäne empfohlen.

Der An- und Abtransport und die Durchführung der Tierschau haben den folgenden tierschutzrechtlichen Bestimmungen zu entsprechen:

•    Tierschutzgesetz vom 18. Mai 2006 (BGBl. I S. 1206,1313) zuletzt geändert durch Artikel 141 des Gesetzes vom 29. März 2017 (BGBl. I S. 626) und

•    der Verordnung (EG) des Rates Nr. 1/2005 vom 22. Dezember 2004 über den Schutz von Tieren beim Transport und damit zusammenhängenden Vor-gängen (ABl. EG Nr. L S. 1) sowie

•    der Verordnung zum Schutz von Tieren beim Transport und zur Durchführung der Verordnung (EG) Nr. 1/2005 des Rates (Tierschutztransportverordnung-TierSchTrV) vom 11. Februar 2009 (BGBL. I S. 375) zuletzt geändert durch Artikel 9 Absatz 14 des Gesetzes vom 3. Dezember 2015 (BGBl. I S. 2178)

Die Überwachung des Auf- und Abtriebes der Tiere, sowie des Verlaufes der Veran-staltung unterliegen der veterinärbehördlichen Aufsicht des Veterinär- und Lebens-mittelüberwachungsamtes bei der kreisfreien Stadt Erfurt. Den Anordnungen des Amtstierarztes ist Folge zu leisten.Tiere ohne amtstierärztliches Gesundheitszeugnis (sofern gefordert) sowie Fahrzeuge ohne gültige Desinfektionsbescheinigung werden zurückgewiesen.

Veterinäranforderungen Grüne Tage Thüringen